Kaum schreiben gelernt, saß ich an einer alten Schreibmaschine, nahm mir eine Schere und Kleber und bastelte mir meine eigene Zeitung zusammen. Über regionale Themen, hochpolitische Diskussionen bis hin zum Rätsel- und Witzeteil sowie dem Wetterbericht war alles vorhanden. Mit einer Auflage von „Eins“ ging ich mit stolzer Brust zu meinen Eltern und übergab diesen das erste Exemplar meiner eigenen Zeitung – und es sollte nicht das letzte Exemplar gewesen sein.

Einige Jahre vergingen und in der Schule stand ein Pflichtpraktikum an. Für mich war die Stelle klar: Eine Zeitungsredaktion sollte es sein. Und wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich gleich mal den Posten des Chefredakteurs besetzt. In der „Express Lokalredaktion Düsseldorf“ machte ich meine ersten Schritte als angehender Journalist. Ganze zwei Wochen lang erlebte ich, wie schön es sein kann, Geschichten zu erzählen und Nachrichten in kurze, prägnante Worte zufassen. Keine Frage: Die Flamme des Journalismus hatte mich erfasst und seit dem nie wieder losgelassen.


Westdeutscher Rundfunk: „daheim+unterwegs“Daheim+unterwegs_Logo
Kurz vor Ende des Bachelorstudiums stand ein weiteres Pflichtpraktikum an. Aus der Pflicht machte ich eine Tugend und nahm, statt eines einfachen Praktikums, gleich eine stelle als studentische Hilfskraft in der Fernsehredaktion „daheim+unterwegs“ an. Ganze zwei Jahr blieb ich dort und war ein fester Teil der Programmbeobachtung. Recherche, Telefondienst, Datenbankpflege und manchmal auch eine Gästeschicht standen auf meinen Dienstplan. Nicht selten durfte ich dabei das Kabel halten und als Teil der täglichen Livesendung den Kameramann bei der Arbeit unterstützen. Nebenbei übernahm ich die allweihnachtliche „Wichtel“-Aktion.

Nach meiner Zeit als studentische Hilfskraft kam eine kurze Pause, die prompt durch ein journalistisches Praktikum in der gleichen WDR-Fernsehredaktion unterbrochen wurde. Nun durfte ich endlich die harten Tagesthemen in der Sendung angehen, O-Töne auf der Straße sammeln und erste offizielle Schritte als Freier Autor wagen.

Ich muss echt gut darin gewesen sein. Denn noch im selben Jahr bot man mir die Möglichkeit an, als Freier Autor für den Westdeutschen Rundfunk weiter zu machen: Erneut übernahm ich die „Wichtel“-Aktion und führte diese zu ihrem bisher besten Ergebnis.

Link: www1.wdr.de/fernsehen/regional/daheim-und-unterwegs/


Kino-Zeit.de
kino-zeit_logoGerade frisch und doch fühlt sich bei „Kino-Zeit.de“ alles so an wie ein alter Bekannter. Von Oktober 2014 bis Februar 2015 war ich Praktikant in der Film-Redaktion. Über Filme schreiben kann ich, das beweist „der Filmaffe“. Aber in der Profiliga der deutschen Filmberichterstattung mitspielen zu können – das war wahrlich Neuland und eine Herausforderung für den kleinen Affen. Doch jetzt spiel ich mit!

Link: kino-zeit.de